Singapur – Allenthalben Superlative

Sonntag, 11.10.2026

Unsere Reise an das andere Ende der Welt beginnt sehr entspannt am Nachmittag. Erst 18:40 Uhr soll unser Flug nach Frankfurt starten. So die Theorie. Die Praxis: 40 Minuten Verspätung und die bange Frage: Sehen wir in Singapur unsere Koffer?

Zunächst betreten wir das derzeit größte Flugzeug, einen Airbus A380 – 800. In unmittelbarer Nähe zu den Treppen, die wahlweise in die First- oder Business-Class auf dem Oberdeck führen, dürfen wir in unseren recht bequemen Sitzen Platz nehmen. Bald machen wir Bekanntschaft mit den sorgfältig gestylten Damen und Herren des Service. Die Maschine startet pünktlich um 21:40 Uhr und landet nach reichlich 12 Stunden auf dem Singapur Changi Airport.

Montag, 12.10.2026

Es ist 16 Uhr Ortszeit, wir haben sechs Stunden Zeitunterschied. Der erste Eindruck vom Flughafen: Wow, was für Dimensionen!

Die notwendige Einreiseerklärung für den Zoll haben wir noch zuhause eingereicht, so dass wir die Passkontrolle problemlos absolvieren. Die Koffer sind auch da! Auf zum Taxistand. Eine Wand aus feuchtwarmer Luft schlägt uns entgegen. So fühlen sich also 30° C und 95 % Luftfeuchte an! Das Taxi ist dagegen kalt, soweit ist die Klimaanlage herunter geregelt. Über zum Teil sechsspurige Straßen erreichen wir unser Ziel, das Oasia Downtown Hotel. Ein Hochhaus unter vielen in der City, aber das Gebäude sticht heraus durch seine vertikale Begrünung. Die Lobby befindet sich in der 12. Etage, eine Seite offen zur Stadt. Wir erhalten unsere Keycards und fahren mit einem anderen Fahrstuhl in die 14. Etage, wo unser gut klimatisiertes Zimmer liegt.

Gegenüber dem Hotel liegt ein teilweise überdachter (!) Park, mittendrin einige Lokale. Eines davon ist als mexikanisch deklariert, egal das Essen schmeckt und es ist nicht weit ins Bett. Die feuchte Wärme und das Jetlag fordern ihren Tribut – das Bett ruft.

Dienstag, 13.10.2026

Nach dem Frühstück brechen wir auf in den Botanischen Garten. Vom Hotel sind es zehn Minuten Fußweg bis zur U-Bahnstation der Circle-Line. Ein freundlicher Mitarbeiter weist uns ein: Kreditkarte ans Zugangs-Terminal halten und rein. Sowohl die Station als der führerlose (!) Zug sind geradezu klinisch sauber; sehr beeindruckend.

Die Orientierung ist problemlos möglich und so erreichen wir die Haltestelle, die sich direkt neben dem Tor zum Botanischen Garten befindet. Cool!

Der Garten kostet keinen Eintritt, hat beträchtliche Ausmaße und es macht einfach Spaß, die gepflegten Anlagen zu genießen. Ein Highlight ist der Orchideen-Garten. Für den ist Eintritt fällig. Erwachsene 15 S$, Senioren (ab 60) nur 3 S$! Schnäppchen!

Die Pracht und die Vielfalt der Blüten ist unvergleichlich. In heimischen Breiten gibt es dafür ein Orchideenhaus, hier ist das nicht erforderlich. Aber es gibt ein gekühltes Orchideenhaus!! Na klar, darin finden wir die Spezies vor, die es auch bei uns zu kaufen gibt. Mit der U-Bahn geht zurück zum Hotel. Kurze Verschnaufpause, Siesta und schon geht’s weiter.

Zu Fuß bewegen wir uns durch die Häuserschluchten in Richtung der Garden by the Bay. Das ikonische Hotel Marina Bay Sands mit seinen von einem „Schiff“ gekrönten drei Hochhaustürmen ist schon von Weitem sichtbar. Was für eine architektonische Meisterleistung! Dem Hotel gegenüber erstrecken sich die weitläufigen Gartenanlagen, deutlich touristischer ausgerichtet als der Botanische Garten. Erste Attraktion sind die sogenannten „Super-Trees“, die über einen Skywalk verbunden sind. Im höchsten dieser 20 bis 50 Meter hohen Gebilde befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen guten Überblick über das Bay-Area hätte – wenn denn nicht der allgegenwärtige Smog das verhindern würde.

Das nächste Highlight sind die beiden riesigen Klimahäuser. Im „Flower Dome“ herrscht mediterranes Klima. Massen von Menschen bestaunen Olivenbäume, insbesondre Inder lichten sich gegenseitig im Sonnenblumenfeld ab, dem als Hintergrund ein französisches Dorf aus Pappmaché beigegeben ist. Spannender ist der „Cloud Forest“. Die Halle wird von einem 35 m hohen künstlichen Wasserfall beherrscht, um den herum sich ein Höhenweg windet.

Auf dem Weg zurück zum Hotel kommen wir an einem der Food-Markets vorbei. Hier ist längs einer der Seiten die Straße abgesperrt und mit Tischen vollgestellt, an denen Menschenmassen sitzen und Saté-Spieße futtern. Darauf haben wir keine Lust und finden eine lebhafte Hotel-Bar, die auch zu Essen anbietet und gut klimatisiert ist.

Uns wurde ein late checkout offeriert. Spätes Frühstück, Zollerklärung für Neuseeland, Koffer packen und 12 Uhr verlassen wir das Hotel in Richtung Flughafen. Interessant: Die Taxifahrt zum Flughafen ist um einiges preiswerter als die Fahrt vom Flughafen in die Stadt.

Wir lernen, dass Singapore Airlines bereits 24 h vor Abflug das Gepäck entgegen nimmt. Die Dame am Counter möchte zuvor aber noch die Buchung für den Rückflug von Neuseeland wohin auch immer sehen. Hm, wo war das noch mal. Findet sich, alles klar, Gepäck sind wir los. Und können uns unbeschwert den Attraktionen dieses gigantischen Flughafens widmen. Der Weg führt uns zielgerichtet zum „Jewel“, dessen Hauptattraktion ein gigantischer Wasserfall ist. Auf fünf Ebenen wechseln Shops, Boutiquen und Restaurants einander ab – unglaublich.

Selbst nach der Passkontrolle, also im Transitbereich, sind alle großen und bekannten Marken vertreten. Die Organisation der Sicherheitskontrollen ist interessant: Jeweils eine Stunde vor dem Flug fängt der Sicherheitscheck an. Mehrere Gates sind dafür zusammengefasst, bei uns A1 bis A8.

Um 19:50 Uhr geht der Flug planmäßig Richtung Christchurch ab, wiederum mit Singapore Airlines, schlappe neuneinhalb Stunden.

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