24.07.2026
Das erste Ziel des heutigen Tages ist die Inselhauptstadt Kuressaare genauer gesagt die Burg Arensburg. Anfänge gehen zurück auf das 14. Jahrhundert und den Deutschen Orden in seinem Bemühen, das widerspenstige Estland zu christianisieren.
Uns präsentiert sich eine weitläufige, trutzige Wasserburg. Auf den Bastionen herrscht um ein großes Veranstaltungszelt herum geschäftiges Treiben. Sogar Koloraturen erklingen. Der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres macht sich bemerkbar: Das Opernfestival von Kuressaare. Weitere Indizien: Große Yachten im Hafen, teure Limousinen im Ort.
Zurück in die Burg. Bewaffnet mit einem Audioguide durchstreifen wir das bemerkenswert gut erhaltene Bauwerk. Über viele Jahre war es Bischofssitz. Damit die ehrwürdigen Kleriker nicht frieren, gab’s schon damals eine Warmluftheizung (Fachbegriff: Hypokaustheizung). Beeindruckend. Die Burgmauern beherbergen auch das Saaremaa-Museum. Es vermittelt den Eindruck, dass die Ausstellung vor 50 Jahren konzipiert wurde und sich seitdem nichts geändert hat. Der Hammer: Eine Ecke ist Marx, Engels, Lenin und Stalin gewidmet. Krass.






Nach einem kurzen Stadtrundgang fahren wir zum Flugplatz. Pünktlich landet die Maschine aus Helsinki, der Anni und Johannes entsteigen. Sie werden die nächsten sieben Tage mit uns verbringen.
Auf dem weitläufigen Gelände unseres Ferienhauses gibt es noch eine weitere Hütte: Die Grillhütte. Zu viert lohnt es sich, den Grill anzuwerfen. Und das bei bestem Grillwetter …
25.07.2026
Es zieht uns in den Inselnorden, an die Steilküste von Panga, estnisch Panga Pank. Auf einer zehn Kilometer langen Wanderung entlang der Küste und zurück durch den Wald wollen wir uns diese Landschaft erschließen. Der erste Teil des Weges führt auf 2,5 km entlang der ca. 10 m hohen Abbruchkante. An einer Stelle ist ein dickes Tau angebracht, an dem man(n) sich die Wand hinab hangeln kann. Bedenke, Du musst auch wieder hinauf :-).
Je weiter wir gehen, um so weniger Wanderer treffen wir. Der letzte Teil des Weges führt über eine ausgedehnte Weide und tatsächlich erst am Ende treffen wir auf die Rinderherde, die uns zunächst beäugt und dann Reißaus nimmt.




Zielpunkt der Wanderung ist das vom Falstaff mit 82 Punkten (!) bewertete Restaurant Kliff. Wir werden als Erstes darauf hingewiesen, dass wir – falls wir etwas essen wollen – mindestens 30 Minuten Wartezeit einplanen sollen. Okay, wir sind ja nicht auf der Flucht. Kurz gesagt: Das Essen war super, der Service eher unterirdisch.
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